LEBEN NACH DEM TOD IN RWANDA

Spezialveranstaltung in Anwesenheit des Regisseurs
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LEBEN NACH DEM TOD IN RWANDA

Den „Hebammen“ und „Geburtshelfern“ von Detmold gewidmet

Dokumentarfilm von Leszek Jan Ruszkowski

Die Versöhnung muss bei der Kirche anfangen.“ „Ist Versöhnung in Rwanda möglich, so ist sie überall möglich.“ Das sind zwei von den wichtigsten Aussagen, die vor Leszek Ruszkowskis Kamera fallen. Beide verleihen der rwandischen Tragödie eine universelle Bedeutung und eine hoffnungsvolle Note.
 
Im Dok zur Rolle der Kirche beim Genozid und im Versöhnungsprozess in dem kleinen ostafrikanischen Land kommen unterschiedliche Menschen zu Wort: Zeitzeugen Hutus, Tutsis und Europäer, Angehörige der Opfer und ehemalige Mörder, Friedenstifter und Wissenschaftler. Eines scheinen sie alle zu bezeugen: die Kirche ist zu allem fähig – im Bösem und im Gutem. Die Geschichte macht auch deutlich, dass bereits ein Einzelner eine Menge zu bewirken vermag. Solchen Einzelkämpfern ist dieser Film gewidmet. Eine besondere Rolle kommt dabei einem rwandischen Facharzt in Gynäkologie und Geburtshilfe zu, der 1994 in Stans, Nidwalden, die Spezialisation abschliesst. Der Mediziner und überzeugter Christ wird in den Monaten nach dem Genozid zum wahrhaftigen Geburtshelfer der Versöhnung.
 
Leszek Ruszkowski ist Theologe und reformierter Pfarrer in Rheinfelden, Schweiz und gleichzeitig Filmemacher mit Schwerpunkt Kirche und Religion. 2018 reiste er nach Rwanda, um das Thema kirchlicher Verantwortung für die Geschehnisse in diesem Land zu vertiefen und filmisch zu dokumentieren. Zu seinen früheren Arbeiten zählt „Exemple Sénégal. Wie Christen und Moslems zusammenleben“ (2017) EINE BESONDERE UMARMUNG: VOR 25 JAHREN DAMIEN (L.) JOSEPHINES FAMILIE AUSGELÖSCHT.
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