Vernissage Regionale 23 – Mnemosyne

Sa, 26. Nov. 2022, 13 Uhr

Wir laden Sie herzlich zur Eröffnung der Ausstellung «Mnemosyne» im Rahmen der Regionale 23 ein.

Die Kunstausstellung Regionale ist ein grenzüberschreitendes Projekt, das in dieser Form einzigartig ist. Achtzehn Institutionen aus drei Ländern (CH, D, F) zeigen jeweils zum Jahresende künstlerische Positionen aus der Region Basel und dem trinationalen Raum (Nordwestschweiz, Südbaden, Elsass).

Aus der Tradition der Basler Weihnachts- oder Jahresausstellung entwachsen, dient das im Jahr 2000 ins Leben gerufene Ausstellungsformat der Regionale dazu, die Verständigung zwischen Künstler:innen, Kulturschaffenden und Institutionen auf trinationaler Ebene zu fördern und zu intensivieren.

Die diesjährige Regionale 23 in der Kunsthalle Palazzo trägt den Titel «Mnemosyne» und zeigt Werke folgender Künstler:innen:

 

Wenzel Maria Binder, Janik Bürgin, Sibilla Caflisch, Christine Camenisch und Johannes Vetsch, Camille Fischer, Pierre Fraenkel, Claudia Gutiérrez Marfull, Sven Hoppler, Zoé Joliclercq, Max Leiss, Protoplast, Paula Santomé und R. Sebastian Schachinger

 

Mnemosyne
«Mnemosyne» verkörpert in der griechischen Mythologie die Göttin der Erinnerung und die Mutter der Künste. Das Wort «Memory» stammt von ihr und spiegelt im Spiel unsere Fähigkeit des Erinnerns. «Mnemosyne» nannte der Kunsthistoriker Aby Warburg auch seinen Bilderatlas, bei welchem er sich – mit der Konzentration auf die Autonomie der Kulturobjekte – dem Transport der in den Objekten gespeicherten Bildformeln durch Zeit und Raum widmete. Die Ausstellung stellt sich der Frage, wie sich heute Erinnerung in der zeitgenössischen Kunst zeigt. Vereint werden Werke von Künstler:innen, die sich mit Erinnerung sowohl in der Wahl der Technik als auch in der Auslegung des Begriffs in unterschiedlicher Form auseinandersetzen. Dabei geht es nicht um die in der Kunst traditionell verankerte Funktion, kollektive «Memoria» zu stiften, indem an bedeutende Ereignisse und Taten erinnert wird. Vielmehr sind die Werke als Anhaltspunkt der Erinnerung Metapher ihrer Fragilität.

 

Die Ausstellung wird grosszügig unterstützt von: Kulturförderung des Kantons Basel-Landschaft, Stiftung Temperatio, Stadt Liestal und Kulturhaus Palazzo AG.