Finissage Martin Chramosta. Das Schloss

So, 26. Okt. 2025, 13 – 17 Uhr
15 Uhr: Rundgang mit dem Künstler Martin Chramosta und den Kurator:innen

Please scroll down for English.

Wir laden Sie herzlich zur Finissage in der Kunsthalle Palazzo ein.
Um 15 Uhr wird der Künstler im Dialog mit den Kurator:innen Michael Babics und Olivia Jenni durch die Ausstellung führen. Wir freuen uns sehr auf Ihr Kommen.

Martin Chramosta arbeitet an der Schnittstelle von Skulptur, Zeichnung, Performance und Installation. In seiner Praxis geht es um eine vielseitige Auseinandersetzung mit architektonischen Versatzstücken und historischen Bezügen. Mit Materialien wie Eisen, glasierter Keramik und Fundstücken schafft er fragmentarische Objekte – wie fiktive Tore und Fassaden-, die mit gewohnten architektonischen Konventionen brechen.

Die Ausstellung trägt den Titel «Das Schloss». Im Begriff des Schlosses verweben und kristallisieren sich vielfache Vorstellungen und Assoziationen. Das Schloss ist Projektionsfläche für historische, architektonische, soziale oder literarische Fantasien. Ein Schloss kann vieles sein: prunkvoll, unheimlich, schützend, abweisend, labyrinthisch, mystisch, dekadent, elegant. Im Deutschen kommt dem Begriff zudem eine interessante Doppelbedeutung zu. «Schloss» bezeichnet nicht nur ein Gebäude, sondern auch die Vorrichtung zum Abschliessen oder Verriegeln desselbigen. Etymologisch ist der Begriff sicherlich mit «schliessen» verwandt, vielleicht auch mit «Schluss». Etwas einschliessen, abschliessen, etwas behüten: ein Geheimnis, einen Schatz, eine Geschichte, ein Tabu.

We warmly invite you to the finissage at Kunsthalle Palazzo.
At 3 PM, the artist will guide visitors through the exhibition in conversation with the curators Michael Babics and Olivia Jenni. We are very much looking forward to your visit.

Martin Chramosta works at the interface of sculpture, drawing, performance and installation. His practice involves a multifaceted examination of architectural set pieces and historical references. Using materials such as iron, glazed ceramics and found objects, he creates fragmentary objects – such as fictitious gates and façades – that break with familiar architectural conventions.

The exhibition is entitled “The Castle”. The concept of the castle interweaves and crystallizes multiple ideas and associations. The castle is a projection surface for historical, architectural, social or literary fantasies. A castle can be many things: magnificent, eerie, protective, forbidding, labyrinthine, mystical, decadent, elegant. In German, the term also has an interesting double meaning. “Schloss” not only refers to a building, but also to the device used to lock or bolt it. Etymologically, the term is certainly related to “schliessen”, perhaps also to “Schluss”. To enclose something, to lock something up, to protect something: a secret, a treasure, a story, a taboo.