Rundgang & Film

Do, 20. Okt. 2022
19 Uhr Rundgang mit Sonja Feldmeier, Apéro, Kunsthalle Palazzo
20.15 Uhr Film «Taming the garden» von Salomé Jashi, Kino Sputnik

Ein wunderbarer Abend mit Gesprächen, Film und Kulinarischem erwartet Sie!

19 Uhr: Artist Talk und Apéro, Kunsthalle Palazzo
Die Künstlerin Sonja Feldmeier und der Kurator Michael Babics nehmen Sie mit auf einen dialogischen Rundgang durch die Ausstellung.

Die Ausstellung widmet sich dem Werkkomplex «Based on a True Story», der sich in jahrelanger Beschäftigung entwickelt hat und nun erstmals in seiner Gesamtheit gezeigt wird. Basis dafür waren Videoaufnahmen, welche während einer Reise in Indien entstanden sind. Über mehrere Tage dokumentierte Sonja Feldmeier die Fällung eines monumentalen heiligen Baumes, der dem Bau einer Pilgerstrasse weichen musste. Dabei ist ein intimes Porträt der lokalen Arbeiter und dieses aussergewöhnlichen Fällungsprozesses mit rudimentären Mitteln entstanden. Von diesen Aufnahmen und von synästhetischen Erfahrungen ausgehend entstanden in den folgenden Jahren digital entwickelte farbkräftige Bilder wie auch Skulpturen, die in direktem Bezug zum Film stehen. Die Ausstellung in der Kunsthalle Palazzo bietet die Möglichkeit mit allen Sinnen in «The Peepul Tree», diesen faszinierenden und äusserst vielschichtigen Werkkomplex von Sonja Feldmeier eintauchen zu können.

Im Anschluss darauf laden wir zum Apéro ein.

20.15 Uhr: Filmvorführung «Taming the garden» von Salomé Jashi, Kino Sputnik
Nach dem Apéro folgt der zweite Kulturteil des Tages. Der Film «Taming the garden» ist eine poetische Ode an die Rivalität zwischen Mensch und Natur.

«Ein mächtiger Mann, der auch der ehemalige Premierminister von Georgien ist, kauft alte, bis zu 15 Stockwerke hohe Bäume entlang der georgischen Küste, um sie in seinen privaten Garten zu verpflanzen. Für den aufwändigen Transport der Bäume werden andere Bäume gefällt, Stromkabel verlegt und neue Strassen durch Mandarinenplantagen gepflastert. Die dramatische Migration hinterlässt etwas Geld, vernarbte Dörfer und verwirrte Gemeinschaften.

Die Regisseurin Salomé Jashi begleitet diesen bizarren wie erschütternden Prozess, und vermittelt zugleich ein Bild der Lebensverhältnisse einer ländlichen Bevölkerung an der äussersten Peripherie Europas. Der Film rückt den Begriff der Entwurzelung von seiner metaphorischen Bedeutung in eine bedrückende, greifbare und doch surreal anmutende Realität und wird zu einer Ode an die Rivalität zwischen Mensch und Natur.»

Regie und Buch: Salomé Jashi
ProduzentInnen: Vadim Jendreyko, Erik Winker, Martin Roelly, Salomé Jashi
Kamera: Goga Devdariani, Salomé Jashi
Editor: Chris Wright
Sound Design: Philippe Ciompi
Music Supervisor: Celia Stroom
Researcher: Tamara Mshvenieradze
Line Producer: Pascal Moor
Associate Producers: Hercli Bundi, Susanne Guggenberger, Ümit Uludag, Anna Dziapshipa

Eine Koproduktion von Mira Film, CORSO FilmSakdoc Film mit finanzieller Unterstützung von Federal Office for Culture Switzerland (FOC), Film- und Medienstiftung NRW, Eurimages, Fachausschuss Film und Medienkunst BS / BL, Georgian National Film Center, IDFA Bertha Fund, Succès Passage Antenne, SRG SSR

 

Die Ausstellung wird grosszügig unterstützt von der Kulturförderung des Kantons Basel-Landschaft, dem Aargauer Kuratorium, der Ernst Göhner Stiftung, der Abteilung Kultur Basel-Stadt, der Dr. Georg und Josi Guggenheim-Stiftung, der Stiftung Temperatio, der Stadt Liestal und der Kulturhaus Palazzo AG.