Martin Chramosta. Das Schloss

6. Sept. – 26. Okt. 2025
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Im Herbst 2025 präsentierte die Kunsthalle Palazzo eine Einzelausstellung von Martin Chramosta. Der Künstler arbeitet an der Schnittstelle von Skulptur, Zeichnung, Performance und Installation. In seiner Praxis geht es um eine vielseitige Auseinandersetzung mit architektonischen Versatzstücken und historischen Bezügen. Mit Materialien wie Eisen, glasierter Keramik und Fundstücken schafft er fragmentarische Objekte – wie fiktive Tore und Fassaden-, die mit gewohnten architektonischen Konventionen brechen. Die Ausstellung trägt den Titel «Das Schloss». Im Begriff des Schlosses verweben und kristallisieren sich vielfache Vorstellungen und Assoziationen. Das Schloss ist Projektionsfläche für historische, architektonische, soziale oder literarische Fantasien. Ein Schloss kann vieles sein: prunkvoll, unheimlich, schützend, abweisend, labyrinthisch, mystisch, dekadent, elegant. Im Deutschen kommt dem Begriff zudem eine interessante Doppelbedeutung zu. «Schloss» bezeichnet nicht nur ein Gebäude, sondern auch die Vorrichtung zum Abschliessen oder Verriegeln desselbigen. Etymologisch ist der Begriff sicherlich mit «schliessen» verwandt, vielleicht auch mit «Schluss». Etwas einschliessen, abschliessen, etwas behüten: ein Geheimnis, einen Schatz, eine Geschichte, ein Tabu.

Saalheft:

Martin Chramosta. Das Schloss

 

Presse:

bz, 12. September 2025

ObZ, 18. September 2025

PROZ, Oktober 2025, Bilder

artline, Oktober 2025

Kunstbulletin, Oktober 2025

 

 

Die Ausstellung wurde grosszügig unterstützt von der:

Kulturförderung des Kantons Basel-Landschaft, der Kulturförderung des Kantons Basel-Stadt, der Erna und Curt Burgauer Stiftung, der BLKB Stiftung für Kultur & Bildung, der Stadt Liestal und der Werner Hasenböhler Stiftung.

In fall 2025, the Kunsthalle Palazzo presents a solo exhibition by Martin Chramosta. The artist works at the interface of sculpture, drawing, performance and installation. His practice involves a multifaceted examination of architectural set pieces and historical references. Using materials such as iron, glazed ceramics and found objects, he creates fragmentary objects – such as fictitious gates and façades – that break with familiar architectural conventions. The exhibition is entitled “The Castle”. The concept of the castle interweaves and crystallizes multiple ideas and associations. The castle is a projection surface for historical, architectural, social or literary fantasies. A castle can be many things: magnificent, eerie, protective, forbidding, labyrinthine, mystical, decadent, elegant. In German, the term also has an interesting double meaning. “Schloss” not only refers to a building, but also to the device used to lock or bolt it. Etymologically, the term is certainly related to “schliessen”, perhaps also to “Schluss”. To enclose something, to lock something up, to protect something: a secret, a treasure, a story, a taboo.

Brochure:

Martin Chramosta. Das Schloss